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MIBA-Gschmarre – gewachsen in fünf Jahrzehnten

 

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 Es bleibt schwierig

Haben Sie auch so manche Redewendung und Zweideutigkeit, die nur im Kollegen- oder Familienkreis verstanden wird, keinesfalls aber für die Öffentlichkeit bestimmt ist? Wir jedenfalls haben sie. Und jetzt, zum Abschluß des Jubiläums-Jahrgangs, lassen wir Sie, liebe Leser, bei einer typischen MIBA-Mittagspause mal Mäuschen spielen. Natürlich nur ausnahmsweise …

"Ich hol' mir erst mal 'n Kaffee." Lutz Kuhl tapst zur Teeküche. Das sich täglich mehrfach wiederholende Ritual hat inzwischen deutliche Anzeichen einer Sucht angenommen, aber Lutz muß es ja selber wissen …

"Ich kauf' mir ein Baguette vom WC, will sonst noch einer was?" Gerhard Peter verschreckt gern mit seinem Aküfi die Kollegen.

"Vom was?!?" will jw alias Joachim Wegener wissen und macht dabei einen Gesichtsausdruck, als käme dieses Angebot für ihn keinesfalls in Betracht.

"Vom Wiener Café", erklärt gp das Kürzel, kann aber letztlich sein Angebot doch nicht an den Mann bringen.

Der Besprechungstisch mutiert nach und nach zum Pausenplatz. Martin Knaden holt sich aus dem Kühlschrank, der eigentlich nur für Filme gedacht ist, ein PNP-Schnitzel* und eine Fertigpackung Kartoffelsalat.

"Das kann man essen?" Lutz' Interesse scheint irgendwie vorgeschoben zu sein. – "Keine Ahnung", entgegnet MK, "werd' ich ja gleich wissen." – "Na, guuten Appetit, jedenfalls", bemerkt jw und hat schon wieder diesen Gesichtsausdruck. – "Pfielen Bank", erwidert MK trotz voller Backen, äh, Wangen.

Thomas Hilge, der gerade mal nicht telefoniert, kommt mit einem Umschlag herein: "Jot Weh, ich hab hier einen Anlagenbericht. Leider sind die Bilder eher sub-optimal. Kann man da was draus machen?"

"Kann man machen …" – "… muß man aber nicht!" ergänzen die anderen im Stil von Rüdiger Hoffmann wie aus einem Mund, nachdem sie die Bilder betrachtet haben. "Tja, man trifft's eben nicht immer so", murmelt jw und bedauert insgeheim den Einsender.

"""Schmeckt's?" Alle blicken auf Martins PNP-Schnitzel. th hakt nach: "Entschuldigung, ist das ,Lammsattel mit Püree'?" – "Nein, und ,Kalbshaxe Florida' ist das auch nicht!" MK beweist, daß auch er seinen Loriot kennt.

"Es bleibt eben schwierig …" jw zitiert gern und meistens treffend Walter Giller.

"Die Kiste sollte mal einer in N bringen." gp ist inzwischen vom Café zurück und hat sich in einen Bildband über Dampflokomotiven vertieft.

"Och, immer nur die ollen Kübel", nörgelt Epoche-III-Fan lk provozierend herum. "Was Modernes fehlt doch in den meisten Katalogen viel mehr. Der Transrapid zum Beispiel ist jetzt richtig in!" – "Genau," bestätigt MK, "und wenn man die Fahrbahn andersrum auf die Stützen klipst, kann man das gleiche Ding auch als Wuppertaler Schwebebahn verkaufen. Das merkt bestimmt kein Mensch!"

Lutz Kuhl wird die Diskussion irgendwie zu blöd: "Ich hol mir erst mal 'n Kaffee." – "Des ist mir wurscht", läßt th seine liberale Grundhaltung erahnen und fügt mit Blick auf seine eigene Tasse hinzu: "Kaffee ist übrigens alle."

"Mahlzeit!" Bettina Knaden erscheint, um das Layout der neuesten Broschüre abzuliefern. – "Dito-dergl", antwortet jw in traditioneller MIBA-Aküfi-Manier.

"Immer nur Eisenbahn! Man müßte mal etwas mehr Pep in die Sache bringen." Martin Closmann ist als technischer Hersteller und zudem Jüngster in der Truppe nicht unbedingt Eisenbahnfreund und zeigt das auch: "Bringt doch mal was über Mädels, verkauft sich sicher auch ganz gut."

"Wie wär's mit der ,Schönen Württembergerin", schlägt Bettina vor und scheint Martins Vorstellung getroffen zu haben. – "Geil! Ist das die dralle Bahnhofswirtin von Durlesbach? Wie heißt die denn?"

"18.1", erwidert Bettina knapp und genießt den fragenden Blick des Nicht-Modellbahners. "Aber vielleicht gefällt dir ja ,Zuckersusi' besser. Sieh nur zu, daß du nicht mit ihrem Macker zusammentriffst. Der ,rasende Roland' kann nämlich genauso eifersüchtig sein wie der ,feurige Elias'."

So langsam dämmert es Martin, daß er hier einfach im falschen Film ist. Die Redaktion gerät aber immer mehr in Fahrt: "Wir haben ja schon öfter mal was über den ÖPNV gemacht", wirft jw trocken ein, "vielleicht machen wir mal was über den nichtöffentlichen Personen-Nahverkehr."

"Verkehr auf Schienen kann aber sehr gefährlich sein, wenn die Strecke noch nicht stillgelegt ist." MK hat immer was zu nörgeln. "Und außerdem: ist das nicht schrecklich unbequem?"

Inzwischen hat lk frischen Kaffee organisiert und bemüht sich, nichts von dem kostbaren Naß zu verschütten: "Dann laßt uns doch gleich ein ganzes Spezial dazu machen. So eins mit reißerischem Titel à la ,6 'n' Rail'! Anglizismen sind modern und kommen bei unserer Leserschaft immer gut an."

Als Verantwortungsnehmer zuckt th zusammen, kommt aber nicht zu Wort, denn Vertriebsleiter Filippo Pistone greift die Idee begeistert auf: "Wenn, muß das ein Report werden. So waren schon früher immer diese Filme benannt." Filippo hat offensichtlich die große Zeit von Oswald Kolle in vollen Zügen genossen und kalkuliert schon mal die Auflage.

Der Verantwortungsnehmer startet einen weiteren Versuch, zu Wort zu kommen: "Also ich habe …" – "Du hast dich doch selbst in MIBA 6/96 als Schmalspurliebhaber bezeichnet," unterbricht ihn MK, "da kannst du hier gar nicht mitreden.

"Mir wurscht!" Aus th's Stimme klang ein bißchen Trotz. "Ich bin der Bundeskan …, äh, Redaktionsleiter!" – "Hä-ses?!?" Den Universalausdruck für alles Erstaunliche hat MK von Ex-MIBA-Redakteur Karlheinz Oechsler übernommen. "Hat ,Leiter' nicht einen weiblichen Artikel?"

Weil th irritiert schweigt, meldet sich Bettina wieder zu Wort: "Apropos weiblicher Artikel: Ich könnte doch mal einen Artikel über Schlafwagen machen, sagen wir in der Rubrik ,Praxis-Test'."

"Falls dieser Test irgendwas mit Kurzkupplung zu tun hat, bin ich dabei", stellt MK klar. "Als Praxis-Test könnte man sich aber auch mal mit Triebwagen beschäftigen."

"Das ist ja ein alter Hut." gp findet diesen letzten Kalauer nicht so spritzig. – "Heiterkeit kann auch befohlen werden," kontert MK lapidar.

"Hier schreibt einer, er sei 11 Jahre alt, hat ein Rohrblasgerüst gebastelt und wüßte gerne mehr über Spritzen." Ingrid Barsda, als Redaktionssekretärin für die letzten Meter der Postzustellung verantwortlich, ahnt nichts vom Gesprächsthema und wundert sich daher sehr über die anhaltende Heiterkeit. – "Das ist aber doch auch nichts für Kinder." th, Vater von zwei Sprößlingen, muß es wissen.

Allmählich neigt sich die Mittagspause wieder ihrem Ende zu. Gut gelaunt – und das ist wichtig, wenn das Ergebnis auch den Lesern Freude machen soll – wenden die Redaktionsmitglieder sich wieder ihrer Arbeit zu. "Ich mach' jetzt den Knipper fertig", sagt lk und erhebt sich. "Aber erst hol ich mir mal 'n Kaffee."
MK

* PNP bedeutet hier nicht – wie aus der Elektrotechnik bekannt – Positiv-Negativ-Positiv-Aufbau eines Transistors, sondern der dreischichtige Aufbau des Schnitzels: Panade-Nichts-Panade …


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