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 Desiderata
[Abbildung zur Leseprobe]Der deutschstämmige Rechtsanwalt Max Ehrmann aus Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana hat 1927 einen Text verfasst, der vergleichbar dem kategorischen Imperativ Kants als allgemeiner Leitfaden für ein besseres Leben verstanden werden kann. Veröffentlicht wurden die Zeilen erst 1948, drei Jahre nach Ehrmanns Tod. Seinen Titel erhielt der Text jedoch mit einer weiteren Veröffentlichung in dem Büchlein „The Desiderata Booklet“, herausgegeben vom Pfarrer der Old St. Paul's Church in Baltimore, Maryland. Hier waren Texte zusammengefasst, die ganz allgemein Wünschenswertes behandelten, darunter eben auch Ehrmanns Text.

Wir können uns lange Spekulationen sparen und einfach mal voraussetzen, dass Ehrmann keine Modellbahnen im Sinne hatte. Und dennoch - seltsam passend erscheinen seine Ratschläge auch für uns: „Gehe gelassen inmitten des Lärms und der Eile.“ - Das ist wirklich erstrebenswert und nicht zuletzt die MIBA plädiert schon seit Jahrzehnten für lautlose und gut abgestufte Getriebe. „Besinne Dich, was für einen Frieden die Stille haben kann.“ - O.K., solange der Soundbaustein über F1 abgeschaltet werden kann, steht es jedem Betreiber frei, Lokomotiven ohne Geräusch zu fahren.

„Sorge für Deinen eigenen Werdegang, wie bescheiden er auch sei.“ - Wohl wahr, denn nicht die Größe einer Modellbahnanlage ist entscheidend, sondern die Freude, die sie vermittelt. Eigene Kreativität lässt sich auch auf wenigen Quadratzentimetern beweisen. „Sei offen für den Rat der Jahre.“ - Besonders MIBA-Leser, die nun schon seit Dekaden dabei sind, werden dies zu bejahen wissen. Der Fortschritt macht schließlich gerade vor einem technischen Werk wie der Modellbahn nicht halt und hier gilt es stets auf dem Laufenden zu bleiben.

„Sprich Deine Wahrheit ruhig und klar aus.“ - Ein Rat wie gemünzt auf journalistisches Ethos. Insbesondere in unseren Testberichten werden Modelle, die heutzutage mit größter Akribie konstruiert und gefertigt werden, ebenso sorgfältig bewertet. Und schließlich: „Strebe danach, glücklich zu sein.“ - Auch das machen wir uns zu eigen, denn schon WeWaW übernahm seinerzeit von John Allen das Motto: Model Railroading is fun.<ü>Wenn wir dies alles also ohnehin beherzigen, was bleibt dann noch übrig? Nun, einem Modellbahner fällt da immer etwas ein, kommt doch gerade jetzt wieder die Zeit des Wünschens. Zwar wäre dafür ja das ganze Jahr über Gelegenheit, doch die Tradition des Schenkens zu Weihnachten lässt die Erfüllung - zumindest unserer materiellen Begehrlichkeiten - in greifbare Nähe rücken. Solchermaßen motiviert notieren wir also auf unserem Wunschzettel eine lange Liste von Modellbahn-Zutaten, die alle etwas gemeinsam haben: Eine möglichst perfekte Verkleinerung des Originals und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Letztere Anforderung gilt gleichermaßen auch für das Vorbild. Mit Selbstbewusstsein hat der Hersteller des „Desiro“ dieses Kunstwort als Bezeichnung gewählt, denn abgeleitet vom englischen to desire - wünschen, begehren - könnte man den Namen als Hinweis darauf interpretieren, dass dieser Triebwagen keine Wünsche offen lässt.

So betrachtet trägt auch das Modell des Desiro, dessen Bericht Sie auf S. 27 finden, diesen Namen zu Recht: In Detail wie Technik konnte der Nullserien-Probant unseren Tester voll überzeugen. Damit steht das Modell auf der Liste der Begehrlichkeiten weit oben. Bleibt somit nur zu wünschen, dass die letzten Wochen des Jahres uns der Erfüllung mancher Hoffnungen näher bringen. So viel für heute, Ihr
Martin Knaden


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