www.miba.de
 
 

Zur Sache

 
  Inhalt Ausgabe 04Nächster Beitrag  
 

* Inhaltsübersicht

* What's new?
Inhalte
* MIBA aktuell
* MIBA Spezial
* Neu im Handel
* Teststrecke
* MIBA Events
Shopping
* Verlagsprogramm
* MIBA-Partner
* MIBA Kleinanzeigen
* Hersteller A-Z
* Händler A-Z
Service
* VGB SmartCat
* NEM (Morop)
* Feedback
* Mailing-Liste
* MIBA Inline
* Downloads
* Media-Daten
 
 Modellbahner als solche
[Abbildung zur Leseprobe]Der gemeine Modellbahner - lat.: Homo mibanicus - ist eine Spezies, die zu den Humanoiden zählt: Er bedient sich zumeist eines aufrechten Gangs, zwei parallel nach vorn blickende Augen ermöglichen räumliches Sehen und die Hand dient als multifunktionales Organ dem Gebrauch hochkomplexer Werkzeuge.

Die verbreiteten Populationsgebiete des Modellbahners sind Europa, Nordamerika und weite Teile Asiens, es wurden aber auch schon in den entlegensten Gebieten des Globus und unter praktisch allen klimatischen Bedingungen vereinzelte Exemplare beobachtet. Diese Beobachtungen sind jedoch nicht einfach anzustellen, da der Modellbahner sich nur selten nach außen hin als solcher zu erkennen gibt. Typische Tätigkeiten werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, überwiegend in der eigenen Behausung durchgeführt.

Im sozialen Verhalten unterscheidet sich der Modellbahner jedoch sehr deutlich von seinem nächsten Verwandten, dem Menschen. Dabei sind grundsätzlich zwei Gruppen zu unterscheiden: Der Homo mibanicus singularis lebt äußerst zurückgezogen in Kellern oder Dachkammern, weshalb bis heute sein Verhalten praktisch unbekannt ist. Nur in der Umgebung von Fachgeschäften gibt es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, den scheuen Gesellen gelegentlich anzutreffen. Der Homo mibanicus coloniensis dagegen lebt mit etwa 20 bis 50 anderen Individuen in Rudeln, fachsprachlich „Clubs“ genannt. Diese Gemeinschaften werden zur Aufgabenteilung genutzt, Mitglieder fördern so gegenseitig ihre Interessen.

Obwohl viele Modellbahner durchaus auch im Sommer ihrer Tätigkeit nachgehen, sind beide Unterarten im Gegensatz zu den allermeisten bekannten Tierarten vorwiegend winteraktiv. Mit Einsetzen der kühleren Witterung beginnt der Modellbahner instinktiv seine namensgebende Tätigkeit, eine Art Nestbau. Dieses „Nest“ besteht nicht - wie man erwarten könnte - aus weichen und polsternden Materialien, sondern zumeist aus Holz. Um in das Innere der höhlenartigen Konstruktion zu gelangen, ist der Modellbahner oft und gern bereit, auf seinen aufrechten Gang zu verzichten. Die in dieser hölzernen Höhle vorgenommenen Verhaltensweisen nennt man „Schrauben“ bzw. „Löten“.

Da Modellbahnerrudel ganz überwiegend - manche sogar ausschließlich - aus Männchen bestehen, erfolgt die Fortpflanzung nicht wie bei anderen Säugetieren zweigeschlechtlich, sondern virologisch. Dazu versucht der Modellbahner andere mit seinen Interessen förmlich anzustecken. Gelingt diese Art der Assimilierung, ist sie in der Regel irreversibel.

Der Modellbahner verbringt seine Zeit mit der emsigen Bearbeitung von Holz, Metall oder Kunststoffen. Ältere Exemplare erwerben mit der Zeit ein erstaunliches handwerkliches Geschick. Worin jedoch Sinn und Zweck der jeweiligen Tätigkeiten liegen könnte, ist wissenschaftlich völlig unerforscht. Fest steht lediglich, dass die Zielsetzung offensichtlich nicht in der Nahrungsbeschaffung liegt. Als Arbeitshypothese nehmen manche Verhaltensforscher an, dass der Homo mibanicus durch seine Arbeiten den sozialen Rang innerhalb der eigenen Gruppe steigern will. Kritiker geben jedoch zu bedenken, dass der H. m. singularis so nicht erklärbar ist.

Womit eine weitere These in Betracht kommt: Denn obwohl der Modellbahner oft nicht zufrieden zu sein scheint und alles und jedes zu verbessern trachtet, kann nicht ausgeschlossen werden, dass ihm seine Tätigkeit einfach nur Spaß macht - meint Ihr
Martin Knaden


[Zum Seitenanfang]  
Impressum    Datenschutz
© 1997-2018 by MIBA Miniaturbahnen
webmaster@MIBA.de