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 Märklin in Insolvenz
[Abbildung zur Leseprobe]Die Nachricht platzte „im dümmschten Moment“ in die Messevorbereitungen der Branche: Die Märklin-Kreditlinie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) - immerhin ein dicker Brocken von 50 Millionen Euro - lief zum 31. Januar 2009 aus und wurde überraschend nicht verlängert. Auch die Kreissparkasse Göppingen verlängerte ihre Kreditlinie von 20 Millionen Euro nicht.

Dieses konzertierte Vorgehen erregt natürlich Verdacht. War schon der Zeitpunkt kurz vor der Messe höchst ungewöhnlich, so wirft das sonstige Umfeld erst recht Fragen auf: Wie man aus der Firma hört, ist Märklin nach dem Weihnachtsgeschäft eigentlich liquide, die Pläne für das kommende Geschäftsjahr wurden den Banken Ende Januar fristgerecht übermittelt und die Prognose für das Messegeschäft war optimistisch.

Zu optimistisch? Tatsache ist, dass der Umsatzzuwachs von 126 Millionen in 2007 auf 128 Millionen in 2008 nur marginal ist. Hätte Märklin nicht durch verzögerte Lieferung vieler Produkte das Weihnachtsgeschäft 2007 verpasst - was der seinerzeitige Geschäftsführer Dietz noch als Umsatzplus im ersten Quartal 2008 bejubelte -, könnte man möglicherweise jetzt wieder nur einen Umsatzrückgang verbuchen.

Die nackten Umsatzzahlen sind aber kein ausreichender Grund für derart drastische Schritte. Entscheidend sind Gewinn oder Verlust im operativen Geschäft. Hier habe Märklin nach Angaben von nicht näher bezeichneten „Unternehmenskreisen“ einen Verlust von 20 Millionen Euro gemacht, berichtete die WirtschaftsWoche - was allerdings von Firmeninsidern in dieser Größenordnung bezweifelt wird.

Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren Verhandlungen im vollen Gange, um die Gehaltszahlungen weiterführen zu können. Ergebnisse wurden aber nicht bekannt. Sollten diese Bemühungen scheitern, ist die Geschäftsführung gezwungen, den Weg zum Insolvenzgericht anzutreten - schon um den Vorwurf einer Insolvenzverschleppung zu vermeiden.

So weit muss es aber nicht kommen. Denn weder war die Kreditlinie bisher voll ausgeschöpft, noch kann davon die Rede sein, dass die Kredite nicht bedient worden wären. Bleibt also nur zu vermuten, dass die Banken die Terminlage ausgenutzt haben, um ihren Standpunkt deutlich zu machen. Denn Banken sind nicht unbedingt mit dem Handeln der Eigentümer einverstanden. Am 04.02.2009 beantragte die Märklin-Geschäftsleitung am Amtsgericht Göppingen Insolvenz. Wie immer das Verfahren ausgeht: Der jetzt schon eingetretene Imageschaden ist in jedem Fall beträchtlich - meint
Ihr Martin Knaden


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